Artikel: Für Kommunen
Die Städte und Gemeinden im Kreis Pinneberg können gerade durch ihre Vorbildfunktion dazu beitragen, dem Klimawandel durch eine Reduzierung der Treibhausgasemmissionen entgegenzutreten. Sie geben bereits heute zum einen Anreize zum klimafreundlichen Verhalten ihrer Bürgerinnen und Bürger und der Privatwirtschaft durch Beratungsangebote oder Förderprogramme. Zum anderen betreiben sie selbst aktiv Klimaschutz. So haben viele Kommunen schon länger begonnen, sich freiwillig Klimaschutzziele zu setzen, Aktionsprogramme zu gestalten und sie Schritt für Schritt umzusetzen.
Am 29. und 30. September 2010 findet in Kassel der 2. Kongress für Kommunen und Landkreise zum Themenbereich Erneuerbare Energien statt. In Vorträgen und elf verschiedenen Foren erhalten die Teilnehmer wertvolle Hinweise für die praktische Umsetzung von Erneuerbaren-Energien-Projekten vor Ort. Außerdem werden auf dem zweitägigen Kongress die neusten Forschungsergebnisse präsentiert, die die kommunalen Planungen erleichtern und beschleunigen. Weitere Informationen und einen Anmeldevordruck finden Sie unter http://www.100-ee-kongress.de
Die Tagung am 04.10.2010 in Rendsburg wird mit einem Vortrag der Ministerin für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume, Frau Dr. Juliane Rumpf, eröffnet. Planungsrechtliche Rahmenbedingungen beim Einsatz dezentraler Energieerzeugungsanlagen, klimafreundliche Beschaffung sowie innovative Effizienztechnologien stehen am Vormittag im Fokus der Veranstaltung des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages. Der Nachmittag ist zwei Foren gewidmet, die die Themen Energieerzeugung und Effizienz sowie die Frage der Finanzierung von erneuerbaren Energieträgern von verschiedenen Seiten beleuchten. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.shgt.de/index.php?sp=de&id=termine&aid=329
Das Programm der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung zur Förderung von Klimaschutzprojekten in Kommunen musste im Mai 2010 aufgrund der qualifizierten Haushaltssperre sogar rückwirkend gestoppt werden. Mit den bereits bewilligten Anträgen ist das zur Verfügung gestellte Budget für 2010 bereits voll ausgeschöpft. Rückwirkend heißt, dass die Anträge, die bereits aus dem vergangenen Jahr vorliegen und noch nicht bewilligt worden sind, nicht mehr genehmigt werden können. Die Förderung von kommunalen Klimaschutzprojekten kann erst in 2011 weiter fortgeführt werden, wenn dann entsprechende Haushaltsmittel verfügbar sind .
Weitere Informationen bei der Servicestelle Kommunaler Klimaschutz und beim Projektträger Jülich.
Die EnergieOlympiade für Kommunen in Schleswig-Holstein wurde in 2010 zum vierten Mal durchge-führt.. Mit leuchtenden Vorbildern aus der Tierwelt hat die Initiative der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein (ISH) für clevere Energiesparprojekte in den schleswig-holsteinischen Gemeinden geworben.
Es gab 2010 drei Disziplinen bei der Energieolympiade:
Insgesamt werden in 2010 Preisgelder in der Höhe von 150.000 Euro verteilt. Anmeldeschluss war der 31.05.2010. Weitere Informationen und welche Kommunen und Projekte in den Vorjahren ausgezeichnet wurden, finden Sie unter www.energieolympiade.de/
Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative führt das Bundesumweltministerium (BMU) gemeinsam mit der beim Deutschen Institut für Urbanistik angesiedelten "Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz" jährlich einen Wettbewerb zum kommunalen Klimaschutz durch.
In 2010 konnten sich Kommunen und Regionen bis zum 31.03.2010 mit ihren Projekten bewerben. Insgesamt werden 240.000 Euro Preisgeld vergeben. Die Bewerbungen konnten in drei unterschiedlichen Kategorien erfolgen Die Maßnahmen, Strategien und Aktionen sollten Modell- und Vorbildfunktion besitzen und andere Kommunen zur Nachahmung anregen.
Jetzt hat die Jury die Qual der Wahl aus den eingereichten Bewerbungen die neun Preisträger zu ermitteln. Die Bekanntgabe der Gewinner wird im Herbst 2010 erfolgen. Alle wichtigen Informationen zu dem Wettbewerb finden Sie auf www.kommunaler-klimaschutz.de/wettbewerb. Auch einen Blick auf die glücklichen Preisträger des Vorjahres können Sie dort werfen.

Das Bundesumweltministerium (BMU) will auch in diesem Jahr Bürgerinnen und Bürger zum aktiven Klimaschutz motivieren: bei kurzen Strecken das Auto einfach stehen lassen und dafür das Fahrrad nehmen oder zu Fuß gehen. Für die Imagekampagne "Kopf an: Motor aus" haben sich 55 Städte beworben. Das BMU finanziert fünf Gewinnerstädten eine Kampagne im Jahr 2010 mir Großflächenplakaten, Anzeigen, Kino und Radiospots, in denen für das Umsteigen aufs Fahrrad oder zu Fuß gehen geworben wird. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kopf-an.de
Im Rahmen eines von der Europäischen Union und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderten Projektes wurde der ein Leitfaden zur Unterstützung umweltfreundlicher Beschaffungen erstellt. Der Leitfaden enthält Ausschreibungs- und Berechnungshilfen zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit bei der Beschaffung von Bürogeräten / IT, Beleuchtung, Grünem Strom, Fahrzeugen und Haushaltsgeräten und ist kostenlos als Download auf der Internetseite des Projektes verfügbar.

Flyer mit dem vollständigen Programm ansehen (pdf)

Im September 2008 hat Dr. Klaus Müschen vom Umweltbundesamt konkrete Handlungsmöglichkeiten zum Klimaschutz für die Kommunen im Kreis Pinneberg aufgezeigt. Seine praktischen Maßnahmevorschläge finden Sie im Vortrag zum Download.
