Artikel: Atmosfair
Für Menschen, die fliegen "müssen" und denen Klimaschutz wichtig ist, gibt es jetzt ein Angebot: „atmosfair“. Das heißt Fliegen - und für die Klimagase zahlen
Wer nach Rio de Janeiro reisen will oder muss, kann theoretisch mit dem Schiff fahren. Tatsächlich existiert diese Möglichkeit allein aus Zeitgründen für nahezu niemanden. Die Alternativen heißen deshalb: Zu Hause bleiben, ein anderes Reiseziel wählen oder fliegen.
Für Menschen, denen Klimaschutz wichtig ist, gibt es ein Angebot, was zumindest überlegenswert ist: "Atmosfair".
Mithilfe eines Emissionsrechners lässt sich feststellen, wie viel Klimagase Ihre Reise mit dem Flugzeug ungefähr verursacht. Dafür zahlen Sie dann an Atmosfair" so viel, dass damit die Menge klimaschädlicher Gase an anderer Stelle vermieden werden kann.
Passagiere zahlen freiwillig für die von ihnen verursachten Klimagase. Das Geld wird zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte investiert, um dort eine Menge Treibhausgase einzusparen, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen des Flugzeugs. Finanziert werden Projekte in Entwicklungsländern. Ihr Geld trägt dazu bei, diese Projekte zu ermöglichen.
Wie können Sie zahlen? Sie können ein atmosfair-Zertifikat entweder bei einem Reiseveranstalter kaufen - gleichzeitig mit Ihrem Ticket - oder per Internet. Das Geld fließt anschließend in Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern, die atmosfair nach strengen Kriterien auswählt. Die Projekte werden von Gremien und technischen Organisationen kontrolliert, die im Rahmen des Klimaprotokolls von Kyoto entstanden sind. Somkit haben die "Spender" eine Sicherheit, dass das Geld auch tatsächlich beim Klimaschutz ankommt.
Nähere Infos zu "Atmosfair" auf deren homepage

Übersicht über die Funktionsweise von "Atmosfair"
Ein Marktcheck der Verbraucherallianz "fürs klima"
Das Angebot für die CO2-Kompensation von Flugreisen ist umfangreich und nur schwer zu durchschauen. Deshalb hat die Klimakampagne der Verbraucherzentrale "fürs klima" das Angebot von Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften sowie reinen Kompensationsanbietern untersucht. Ausschlaggebend für die Bewertung waren die Berechnung der CO2-Emissionen und die Qualität der geförderten Klimaschutzprojekte. Das Ergebnis: nur drei Anbieter sind uneingeschränkt zu empfehlen. Die vollständige Untersuchung finden Sie bei der Verbraucherallianz